NGF, Nervenwachstumsfaktor, ist ein körpereigenes Protein, das für sensorische und sympathische Nervenzellen wichtig ist. Reifes NGF interagiert mit TrkA (NTRK1) und p75 (NGFR). Die Vorstufe proNGF kann je nach Rezeptorkomplex und experimentellem Kontext andere biologische Wirkungen haben. NGF: record (opens in a new tab)
Reifes NGF bindet an TrkA, eine Rezeptor-Tyrosinkinase. Die Rezeptoraktivierung ist mit RAS–MAPK-, PI3K–AKT- und PLCγ-Signalwegen verbunden. Dies sind zelluläre Signalwege, keine klinischen Endpunkte. Die gezeigte Sequenz ist eine reife menschliche Kette: Vorläuferpositionen 122–241, 120 Aminosäuren. Die Rezeptorlänge (796 Aminosäuren) bezieht sich auf den kanonischen Vorläufer, nicht auf jede Isoform. Das Diagramm zeigt eine ausgewählte Interaktion, nicht das gesamte Rezeptornetzwerk. NGF (opens in a new tab) · TrkA (opens in a new tab)
Eine frühe randomisierte, placebokontrollierte Humanstudie untersuchte einzelne systemische Dosen rekombinanten humanen NGF bei gesunden Freiwilligen. Muskelschmerzen variierten mit der Dosis. Subkutane Gabe verursachte lokal erhöhte Schmerzempfindlichkeit, die wochenlang anhalten konnte. Untersucht wurden Sicherheit und biologische Reaktion, nicht eine Verbesserung der Kognition. NGF: study (opens in a new tab)
Applikationsweg und Formulierung gehören zur Evidenz. Ein Ergebnis mit systemisch verabreichtem rekombinantem NGF lässt sich nicht einfach auf ein Nasenprodukt, ein Augenpräparat oder eine angeblich NGF-steigernde Substanz übertragen. Die Studie zeigt auch, warum ein nervenunterstützendes Protein bei Verabreichung unerwünschte Wirkungen haben kann. NGF: record (opens in a new tab)
Der GK-2-Artikel trennt Substanzidentität, experimentelle Befunde und verbleibende Unsicherheiten.