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Nootropika & Neuropeptide

Dihexa

N-hexanoyl-Tyr-Ile-(6)-aminohexanamide

2 Min. Lesezeit · Aktualisiert 27. Juli 2026 · 4 Quellen

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Kurz gefasst · TL;DR
Präklinisch — nur Tier/In vitro

Dihexa ist ein synthetisches, von Angiotensin IV abgeleitetes Peptidmimetikum, das in Zellen und Tieren als Modulator der HGF/c-Met-Signalgebung untersucht wurde; Wirksamkeit und Sicherheit beim Menschen sind nicht belegt.

Evidenz: Die Evidenz stammt weitgehend aus Tier-/Zellstudien, nicht vom Menschen.

  • Mechanistische und Wirksamkeitsdaten sind präklinisch
  • Keine etablierte Humandosis oder zugelassene therapeutische Anwendung
  • Tierergebnisse belegen weder kognitiven Nutzen noch Sicherheit beim Menschen
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Dihexa ist ein synthetisches, von Angiotensin IV abgeleitetes Peptidmimetikum, das in Zellen und Tieren als Modulator der HGF/c-Met-Signalgebung untersucht wurde; Wirksamkeit und Sicherheit beim Menschen sind nicht belegt.

Überblick

Dihexa ist ein synthetisches Derivat eines mit Angiotensin IV verwandten Peptids. Es wurde auf höhere metabolische Stabilität und bessere Gehirngängigkeit als seine Peptidvorläufer ausgelegt. Die geprüfte Evidenz stammt aus biochemischen, Zellkultur- und Tierversuchen; sie belegt keinen klinischen Nutzen beim Menschen.

Nur präklinische Evidenz

Aussagen zu Gedächtnis, Neuroregeneration oder Demenzbehandlung gehen über die Evidenz hinaus. Der geprüfte Quellenbestand enthält keine Humanstudie zu Wirksamkeit oder Sicherheit.

Identität und Chemie

EigenschaftVerifizierter Wert
PubChem CID129010512
SummenformelC27H44N4O5
Molekulargewicht504.7 g/mol
CAS-Nummer1401708-83-5

PubChem bezeichnet die Verbindung als N-(1-Oxohexyl)-L-tyrosyl-N-(6-amino-6-oxohexyl)-L-isoleucinamid. Sie ist peptidabgeleitet, aber kein konventionelles langkettiges Peptid.

Vorgeschlagener Mechanismus

Eine Studie von 2014 berichtete, dass Dihexa an den Hepatozyten-Wachstumsfaktor (HGF) bindet, die HGF-abhängige c-Met-Phosphorylierung verstärkt und in neuronalen Präparaten Spino- und Synaptogenese fördert. Ein HGF-Antagonist oder gegen c-Met gerichtete Interferenz verminderten die Effekte. Dies stützt eine HGF/c-Met-abhängige Hypothese, keinen klinisch validierten Mechanismus beim Menschen.

Forschungsevidenz

Im selben Forschungsprogramm wurde oral verabreichtes Dihexa in einem Scopolamin-Rattenmodell gestörten räumlichen Lernens geprüft. Eine spätere APP/PS1-Mausstudie berichtete Veränderungen in kognitiven Tests und der PI3K/AKT-Signalgebung. Ein weiteres Experiment untersuchte den Schutz von Seitenlinien-Haarzellen des Zebrafischs nach Aminoglykosidexposition.

Alle drei Modelle dienen der Hypothesenbildung, aber keines ist eine Humanstudie. Modellspezifische Verhaltens- oder Gewebebefunde lassen sich nicht direkt in Aussagen über Alzheimer, Hörverlust oder Kognition beim Menschen übertragen.

Klinischer und regulatorischer Kontext

Die geprüften Quellen enthalten keine klinische Humanstudie, keine FDA-zugelassene Fachinformation und kein EMA-zugelassenes Produkt für Dihexa. Daher wird die Substanz als präklinisch eingestuft. Dies beschreibt die hier geprüfte Evidenz und ist keine allgemeine rechtliche Feststellung.

Sicherheit und Unsicherheit

Humane Pharmakokinetik, Häufigkeit unerwünschter Ereignisse, Interaktionen, Reproduktionssicherheit und Langzeitwirkungen sind nicht charakterisiert. Da HGF/c-Met an Zellwachstum, Motilität und Reparatur beteiligt ist, ersetzt eine theoretische Diskussion des Signalwegs keine toxikologischen oder klinischen Sicherheitsdaten.

Dosierung

Ein Anwendungsschema für Menschen ist nicht etabliert. Tierdosen und Zellkonzentrationen sind experimentelle Methoden und werden nicht als Umrechnungshilfe dargestellt.

Kein Standard für Humandosierung

Eine Tierdosis wird durch einfache Gewichtsumrechnung nicht zu einer sicheren Humandosis.

Evidenzfazit

Dihexa besitzt eine definierte chemische Identität und eine schlüssige präklinische HGF/c-Met-Hypothese. Es fehlt kontrollierte Humandaten zu Exposition, Sicherheit und klinisch relevanten Ergebnissen.

Referenzen

  1. 1.
    PubChem Compound Summary: Dihexa (CID 129010512) source
  2. 2.
    McCoy et al. — HGF/c-Met-dependent effects of angiotensin-IV-derived peptides source
  3. 3.
    AngIV-analog Dihexa in APP/PS1 mice source
  4. 4.
    HGF mimetic protection of zebrafish lateral-line hair cells source

Häufig gestellte Fragen

Was ist Dihexa?
Dihexa ist ein synthetisches, von Angiotensin IV abgeleitetes Peptidmimetikum, das in Zellen und Tieren als Modulator der HGF/c-Met-Signalgebung untersucht wurde; Wirksamkeit und Sicherheit beim Menschen sind nicht belegt.
Ist Dihexa als Arzneimittel zugelassen, und wo?
Nein. Dihexa ist nicht für die Anwendung am Menschen zugelassen. Die verfügbare Evidenz stammt fast ausschließlich aus Labor- und Tierstudien.
Wofür wird Dihexa untersucht?
Dihexa wird am häufigsten im Zusammenhang mit kognition, stimmung und schlaf diskutiert. Dass etwas für einen Bereich untersucht wird, bedeutet nicht, dass es dafür belegt oder zugelassen ist.
Gibt es für Dihexa klinische Studien am Menschen?
Nein. Die Evidenz für Dihexa stammt fast ausschließlich aus Zell- und Tierstudien; es gibt keine etablierten klinischen Studien am Menschen.

Bildungshinweis. Dieser Artikel fasst veröffentlichte Forschung zu Informationszwecken zusammen und stellt keine medizinische Beratung dar. Dihexa ist eine Forschungschemikalie, die nicht für den menschlichen Gebrauch zugelassen ist. Wende dich an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal, bevor du Entscheidungen über deine Gesundheit triffst.

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